Von der Armbewegung bis zum Ticken der Zeiger
Der Lauf der Zeit auf die Größe einer Münze komprimiert - das ist für viele Uhrenliebhaber Faszination pur. Doch wie genau funktioniert das Werk einer Automatik-Uhr und aus welchen Bestandteilen setzt es sich zusammen?
Die einzelnen Komponenten eines Automatikwerks unterscheiden sich bei Herstellern. So ist die Longines HydroConquest ein wenig anders aufgebaut als die Frederique Constant Flyback Chronograph Manufacture. Dennoch basieren heutzutage fast alle Werke von Automatik-Uhren auf demselben grundlegenden Prinzip: Mit Hilfe kinetischer Energie (Bewegungsenergie; z.B. durch eine Armbewegung) wird durch einen kugelgelagerten Rotor Schwungmasse auf eine Zugfeder übertragen, die somit aufgespannt wird.
Quarzuhren
Nicht nur in Hollywood-Blockbustern, sondern auch im echten Leben geht es oft nur um Bruchteile von Sekunden: Ob der Student noch pünktlich zu seiner Prüfung kommt, ob die Nachspielzeit des Fußballspiels schon abgelaufen ist oder ob der Zug den Bahnhof nach Fahrplan passieren wird - alles eine Frage von genauester Zeitmessung. Und ebendiese versprechen Quarzuhren. Im Gegensatz zu mechanischen Uhren haben Quarzmodelle nur Gangabweichungen von wenigen Sekunden pro Monat. Zudem sind die elektrischen Uhren in der Regel günstiger in der Produktion. Scheinbar alles gute Gründe, bei der Zeitmessung auf Quarzuhren zu setzen.
Das Zifferblatt der Uhr
ENTSTEHUNG UND GESCHICHTE DES ZIFFERBLATTS
Das Zifferblatt ist das Gesicht der Uhr - umso verständlicher ist die Tatsache, dass die Fertigung einen der aufwendigsten Produktionsschritte darstellt. In erster Linie dient das Zifferblatt der Anzeige der Uhrzeit, doch auch andere Informationen können dargestellt werden: Datums- oder Monatsanzeige, Mondphase, Tachymeter-Skala sind nur einige davon.
Zur Anzeige der Uhrzeit ist das Zifferblatt in unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt, die in Indizes oder Zahlen angegeben werden. Dabei ist der Aufbau an den Lauf der Sonne angelehnt: Von der nördlichen Hemisphäre aus betrachtet, geht die Sonne beim Blick nach Süden links (im Osten) auf, steht Mittags am höchsten und geht rechts (im Westen) unter. Aus dieser historischen Sichtweise erklärt sich der Zahlenverlauf “im Uhrzeigersinn” und die Position der 12-Uhr-Angabe am höchsten Punkt.
Gehäuse einer Uhr
Das Gehäuse einer Uhr ist weit mehr als nur Dekoration - natürlich beeindruckt es durch seine Gestaltung und die Verwendung edler Materialien, doch gleichzeitig bietet das es umfassenden Schutz für die Uhr. Ein Uhrengehäuse kann noch so beeindruckend sein - wenn es Ihre Uhr nicht ausreichend schützt, verfehlt es seinen Nutzen. Die Hauptfunktion ist es, das Uhrwerk zu schützen. Daher verfügen es über unterschiedliche Schutzvorrichtungen, um das Eindringen von Wasser oder Staub zu verhindern.
Wasserdichtigkeit und Taucheruhren
- 3 bar: Ihre Uhr ist spritzwasserfest. Sie sollten sie auf keinen Fall mit unter die Dusche nehmen, da sie so beschädigt werden kann. Um Wasserspritzer brauchen Sie sich jedoch keine Sorgen machen.
- 5 bar: Sie können die Uhr beim Hände waschen anbehalten. Sollte sie mit Wasser in Berührung kommen, stellt dies kein Problem dar.
- 10 bar: Ihre Uhr ist zum Duschen oder Schwimmen geeignet. Sie können sie im Pool anbehalten - das Wasser wird ihr keinen Schaden zufügen.
- 20 bar: Ab einer Wasserdichtigkeit von 200 Metern kann Ihre Uhr zum Tauchen verwendet werden. Sie können sie bei sämtlichen Wasseraktivitäten tragen, beachten Sie jedoch die Tiefe und den entstehenden Druck.
Uhrenglas | Kunststoff- oder Saphirglas
Das Uhrglas ist ein elementarer Bestandteil jeder Armbanduhr: Es ermöglicht das Ablesen der Zeit und schützt das Uhrwerk vor Staub und Wasser. Es gibt unterschiedliche Arten von Materialien, die dafür zum Einsatz kommen. Generell können diese in drei Kategorien unterteilt werden: Kunststoffglas, Mineralglas und Saphirglas.
Chronometer
WIE EINE UHR ZUM CHRONOMETER WIRD
Chrono und Meter - griechisch Zeit und Maß. “Zeitmesser” mag die wörtliche Übersetzung für Chronometer sein, in Wahrheit ist ein Chronometer aber weit mehr als das, nämlich eine absolut präzise Uhr mit Sekundenangabe, die einer Gang-Genauigkeitsprüfung standgehalten hat. Mit dieser Aufgabe beschäftigen sich Prüfstellen in verschiedenen Ländern. Doch ist es nicht allzu überraschend, dass die wichtigste Prüfstelle, die das Zertifikat “offizielles Chronometer” ausstellt, ausgerechnet in dem Land der Pünktlichkeit - der Schweiz sitzt! Chronometer und Chronographen, auch wenn die Begriffe noch so sehr zum Verwechseln einladen, die zwei Uhrentypen sind zwei Paar Schuhe oder Zeiger!